Editore: Um 1924., 1924
Da: Antiquariat MEINDL & SULZMANN OG, Wien - Vienna, Austria
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Aggiungi al carrelloBlattgröße ca. 38,5 x 25 cm, Bildausschnitt (Plattenrand) ca. 28,8 x 14,8 cm.- Auf Büttenpapier gedruckt, außerhalb der Darstellung kleiner hinterlegter Einriß. Vala Moro, Geburtsdatum manchmal wohl fälschlich mit 1907 angegeben, Todeszeitpunkt unbekannt, war eine in Wien wirkende Tänzerin, Malerin und Grafikerin. "Ihr künstlerisches Werk, das überwiegend dem Art déco zuzuordnen ist, umfasst erotische, auch homoerotische, Aquarelle und Radierungen, die in den 1930er Jahren auch in den USA vertrieben wurden. Erwähnenswert ist das 1924 im Artur Wolf Verlag Wien erschienene Werk 'Tanz', das eine Serie von 10 kolorierten Lithografien enthält und in einer kleinen Auflage von 350 Stück erschien. Die 1933 aufgelöste Kunstsammlung der Katharina Wolf, Gräfin Attems, Palais Coburg, enthielt eine umfangreiche Sammlung von Werken Moros" (wikipedia).- Das Vala Moro 1907 geboren wurde, wird wohl nicht stimmen. So schreibt das "Neue Wiener Tagblatt" anläßlich ihres ersten Auftrittes im Wiener Konzerthaus in einer russischen Tanzsoiree am 7. April 1923, daß Vala Moro "auf weiten Tourneen bereits große Erfolge errang und als Erneuerin des alten Balletstils gefeiert wird" - wenig glaubhaft bei einer 15, 16-jährigen! Vala Moro veröffentlichte am 6. Mai 1923 im "Neuen Wiener Journal" auch einen größeren Beitrag über "die erneuerte Tanzkunst", auch das sicher nicht aus der Feder eines so jungen Mädchens.- Moro feierte anschließend noch Erfolge u.a. in der Secession, im Ronacher und im Wiener Moulin Rouge. Die Kritiken waren meist sehr gut bis enthusiastisch, die Kritiker nicht nur angetan von ihren selbst entworfenen und in Paris geschneiderten Kostümen, sondern auch von der schmalen, anmutigen Gestalt der Tänzerin und ihrem biegsamen Körper. Nicht so gut meinte es L.W. Rochowanski in der "Neuen Zeitschrift für Musik" 1924: "Daß sie mit Vorliebe ganz nackt tanzt, dagegen ist selbstverständlich nichts einzuwenden. Aber leider wird der Tanz so oft nur als Vorwand dazu mißbraucht, den Körper unbekleidet von allen Seiten zu zeigen. Wozu diese überflüssige Komödie, wenn die Kunst dabei zu kurz kommt? Wäre dann das Betrachten schöner nackter Körper ohne Tanz nicht ein viel höherer Genuß?".- Nach dem Erscheinen ihrer "Tanz"-Mappe 1924 im Verlag Kurt Wolf - eine Mappe "Girls" soll noch nachgefolgt sein - wurde Moro auch als Meisterin der Radiernadel gefeiert. Eine Ausstellung ("Die aparte Aktpose") ihrer erotischen Grafiken, von Zeichnungen, Kostüm- und Plakatentwürfen erfolgte im Dezember 1927 im Kunstsalon R. Lechner am Graben.- Dann wurde es im Blätterwald ziemlich ruhig um die Künstlerin, ein letzter (?) Eintrag im "Neuen Wiener Tagblatt" vom 22. Januar 1932 erwähnt die "apart entworfenen Kostüme" von Moro für das Operettendebut von Liane Haid . Woher kam die Tänzerin, wohin ging sie nach ihrer Wiener Zeit? Die "NFP" bezeichnete die beiden Tänzer Moro und William Askin bei ihrem Erstauftritt in Wien als "russisches Tänzerpaar", im "Neuen Wiener Tagblatt" vom 13. Januar 1925 wird Vala Moro als junge "Deutsch-Russin" bezeichnet. Vielleicht stimmt ja die biographische Angabe in "honesterotica": "She was born Giuditta Moro, the youngest of eight children, and grew up in the northern Italian town of Santorso; from an early age she displayed artistic talent, and some time around her twentieth birthday took herself to Vienna, which in the 1920s was a mecca for artistic freedom of all kinds [.] What became of Vala Moro after 1933, on the eve of civil war in Austria and five years before Nazi occupation, is entirely unknown. Did she return to Italy, or did she stay in her adopted city? We would love to know".