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JAROSLAV ZATLOUKAL (1905-58) Dr., tschechischer Lehrer, Dichter; Krieg und Widerstand 1938?1945; Widerstandskämpfer und politischer Gefangener, 1940?1945 Vorsitzender des Mährischen Schriftstellerkreises / u?itel, básník; válka a odboj 1938?1945; ú?astník odboje a politický v?ze?
JAROSLAV ZATLOUKAL (1905-58) Dr., tschechischer Lehrer, Dichter; Krieg und Widerstand 1938?1945; Widerstandskämpfer und politischer Gefangener, 1940?1945 Vorsitzender des Mährischen Schriftstellerkreises / u?itel, básník; válka a odboj 1938?1945; ú?astník odboje a politický v?ze?
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Blatt (Postkartenformat), in Tinte eigenhändig signiert DAZU : Original-Briefumschlag dazu (dito : E. Brief (1/2 S. 4 to) in Tinte mit Ort, Datum, Unterschrift signiert Bratislava, 13.VIII.1938 Euro 45,-).
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DIE KYPRIEN Ein hellenisches Epos in zwölf Gesängen C.H. Beck sche Verlagsbuchhandlung München, 1. Auflage 1934, ERSTAUSGABE, 260 SS. gebunden (Hardcover, hell-bl. Oln. 8° mit Golddruck), gut erhalten - VORZUGSAUSGABE, limitierte, nummerierte Auflage # 24/350, im Impressum in Tinte eigenhändig signiert.

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E.Brief (2S. 4 to, 1. S. 8 to) in Tinte mit Ort, Datum, Unterschrift signiert München, 2.VI.1921 - ausführlich in literarischen Belangen. DAZU : E.Briefumschlag - an den Autor Dr.phil. FRANK THIESS (1890-1977, deutscher Schriftsteller. Von 1915 bis 1919 arbeitete er als Redakteur für Außenpolitik beim Berliner Tageblatt unter Th…eodor Wolff . Danach war er 1920/21 Dramaturg an der Volksbühne Stuttgart und ab 1921 Theaterkritiker in Hannover beim Hannoverschen Anzeiger . Danach arbeitete er ab 1923 als freier Schriftsteller in Berlin und am Steinhuder Meer . Er bezeichnete sich selbst als Vertreter der INNEREN EMIGRATION. Später Vizepräsidenten der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt . Viele Literaturpreise, u.a. 1961: Großes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich (1952) , 1968 Hessische Goethe-Plakette , 1968 Konrad-Adenauer-Preis , 1975 Andreas-Gryphius-Preis der Künstlergilde Esslingen ) (2 weitere E.Briefe m.U. an denselben zum gleichen Preis vorhanden !).
ZEITNAHER EIGENHÄNDIGER BERICHT WOHL VON FRITZ BRANDT d.J. (oder seinem Onkel Friedrich?) ÜBER RICHARD WAGNERS TOD am 13.2.1883, DER ÜBERFÜHRUNG DES SARGES NACH BAYREUTH UND DER DORTIGEN BEGRÄBNISFEIERLICHKEITEN am 18.2.1883, MONOGRAMMIERT UND DATIERT ''F. B. / Darmstadt, den 23. Februar 1883'', dem Stammsitz der Bühnentechnikerdynastie Brandt. - MÖGLICHERWEISE FRÜHESTER BERICHT VON RICHARD WAGNERS TOD UND DESSEN BEGRÄBNIS durch eine der Familie Wagner nahestehende Persönlichkeit. . .
RICHARD WAGNER, (1813-1883; Komponist, Dramatiker, Dichter, Schriftsteller, Theaterregisseur und Dirigent) / FRITZ BRANDT d.J. (1854-1895, Bühnentechniker u.a. in Weimar, vorübergehend verlobt mit Cosima Wagners ältester Tochter Daniela von Bülow), 1875 UNTER LEITUNG SEINES VATERS CARL BRANDT (1828-1881) AUFSICHT ÜBER DEN BAU DER BÜHNENTECHNIK FÜR DAS BAYREUTHER FESTSPIELHAUS sowie 1876 mit seinem Vater und dessen Brüdern FRIEDRICH BRANDT (1846-1927) und GEORG BRANDT (1844[46?]-1923) Bühnentechniker während der 1. Festspiele, ALLEINIGER TECHNISCHER LEITER DER FESTSPIELE VON 1882 BIS 1884; stand der Familie Wagner sehr nahe):
Editore: 12 Seiten (21,5 x 14 cm) auf 3 gefalteten Doppelblättern; SEHR GUT ERHALTEN. - Fritz Brandt - seinerzeit jüngstes Mitglied der bedeutendsten deutschen Bühnentechniker-Famile des 19. Jahrhunderts - war des öfteren Gast der Wagners in Tribschen und Bayreuth und ist auch auf mehreren fotografischen Abbildungen mit der Familie und dem engsten Kreis um Wagner abgebildet. --- WEITERES BEDEUTENDES MATERIAL AUS DEM NACHLASS DES BÜHNENTECHNIKERS FRIEDRICH BRANDT UND SEINES SOHNES GEORG BRANDT (1889-1958), DER BIS IN DIE 1950er JAHRE EBF. EINE HERAUSRAGENDE KARRIERE ALS BÜHNENTECHNIKER ERLEBTE (leitend beim Wiederaufbau des Dresdner Schaupielhauses, in dem auch die Oper spielte, zuletzt an der Komischen Oper in Ost-Berlin), IM BESTAND. . . 1958
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~. *** [FRÜHSOMMER-VERKAUF / EARLY SUMMER-SALE: um über 20% REDUZIERTER PREIS bis Montag, den 29.06.2026 / PRICE-REDUCTION of over 20% until Monday, June 29; vorheriger Preis / previously EUR 2.800,-] --- ORIGINAL-HANDSCHRIFT (hier ein kurzer Auszug): ''Am 13ten Februar, Nachmittags gegen 4 Uhr durchflog plötzlich eine erschütte…rnde Trauerbotschaft die alte Lagunenstadt am adriatischen Meere. Alles war in Bewegung, alles eilte, wie von einer unsichtbaren Macht getrieben. Alle Stimmen waren gedämpft, alle Augen gesenkt! So ging es fort und fort bis in die späte Nacht, und auch da noch konnte 'Venedig' nicht zur Ruhe kommen. Dann, als zwischen schwer dahinziehenden Wolken der Mond sein blasses Licht über die Stadt ergoß, riefen die Geister längst entflohener, mächtiger Geschlechter es sich zu; >Richard Wagner ist gestorben.< - Richard Wagner, der große Dramatiker, war Nachmittags gegen 3 Uhr entschlafen. Noch am Morgen verließ er heiter den Pallazzo Vendramm, kehrte ebenso heiter zurück, und begab sich in sein Arbeitszimmer. Als zur Mittagszeit sich Frau Wagner mit ihren Kindern und dem anwesenden Freund der Familie: Joukovsky in das Speisezimmer begab, ließ sie ihren Mann durch einen Diener benachrichtigen. Kurz nachher eilte der Diener herein und meldete, daß Herr Wagner wieder einen krampfartigen Anfall bekommen habe. [Es] wurde augenblicklich nach dem Arzte geschickt und Frau Wagner eilte nach dem Arbeitszimmer, während die Kinder und der Freund zurückblieben. Als endlich der Arzt kam, wagten sie es vorsichtig einzutreten. Ein tieferschütternder Anblick bot sich dar. Auf einem kleinen Sopha etwas zurückgelehnt, saß der gewaltige Mann, der mit unendlicher Geisteskraft so oft sein Jahrhundert in die Schranken gefordert, wie schlafend. Vor ihm seine Gattin, starr, regungslos, bleich wie er, seine Hände fest umklammert. Der Arzt konnte nur den plötzlich eingetretenen Tod konstatieren. Alle Versuche, die Frau von der Leiche zu entfernen waren vergeblich. Geistesentrückt, saß sie da, die ganze Nacht, den ganzen nächsten Tag. Man trug sie zu Bett, doch bald darauf fand man sie wieder bei dem Todten. Sie hatte sich ihr schönes, mächtiges Haar, welches der Verstorbene so sehr liebte, abgeschnitten und ihm auf die Brust gelegt. - Als die sich so oft bewährten Freunde von Bayreuth herbeigeeilt kamen wurde die Leiche des großen Mannes eingesargt. Bedeckt mit tausenden von Kränzen und Blumen brachte man den Sarg nach der Bahn, wo sich große Massen Volkes eingefunden hatten, um in ernstem Schweigen, sich von dem Todten zu verabschieden. Vom König von Bayern waren trauerfestlich geschmückte Wagen gesendet worden, und in diesen fuhren die von wenigen Freunden treu bewachte Leiche, und die Familie, über München nach Bayreuth. Alle größeren Städte, welche der Trauerzug zu passieren hatte, bezeugten durch Vertreter dem Todten die letzte Ehre. Die Kinder, und die immer noch wie leblos erscheinende Gattin, wurden von Herrn und Frau Gross, von Joukovsky und Hans Richter nach Wahnfried gebracht. In der Nacht und am nächstfolgenden Vormittag trafen von allen Seiten tausende an Menschen ein, um dem Begräbniß beizuwohnen. Von allen Häusern wehten schwarze Fahnen, alle Laternen brannten. Unter den mächtigen Klängen des Trauermarsches aus der Götterdämmerung wurde der Sarg aus dem Wagen, auf eine Estrade getragen. Dort sprachen Bürgermeister Munker, und Banquier Feustel, ergreifende Worte. Gleich darauf ordnete sich der Trauerzug, und setzte sich in Bewegung, hohe Wagen, auf welchen ein Theil der schönsten und größten Kränze angebracht waren, die Geistlichkeit, und der große Leichenwagen mit dem Sarge. Dicht hinter dem Wagen folgten die Vertreter des Königs von Bayern und die nächsten Freunde des Verstorbenen. Nun schlossen sich Deputationen und Künstler, das Königliche Offizierkorps, königliche Beamte, Vereine der Stadt Bayreuth, etc. etc. etc. an. Die Straßen und Plätze waren überfüllt mit Menschen, und langsam bewegte sich der Trauerzug nach der Villa Wahnfried. An dem Thore angelangt hielten die Wagen, der Sarg wurde herabgestellt auf eine Bahre, welche die nächsten Freunde langsam nach der Gruft trugen. An der Gruft lagen die zwei schönen, mächtig großen Hunde Wagners. Die Bahre mit dem Sarg wurde niedergestellt. Als alle den Garten verlassen hatten, wankte Frau Wagner gestützt von ihren Kindern nach der Gruft. Nach einer langen feierlichen Stille während welcher, die gänzlich gebrochene Frau, mit den Kindern den Sarg umkreiste, erfaßten letztere mit einigen Bürgern den Sarg, und trugen denselben in die Gruft. Gleich darauf wurde der Eingang vermauert. - Es war Nacht geworden. Lautlose Stille herrschte im Garten der Villa Wahnfried. Wieder umzogen schwarze, düstere Wolken, den Himmel. Wieder warf der Mond hie und da sein bleiches, matt glänzendes Licht herab. In demselben sah man auf dem mächtigen Steine, der die Todtengruft bedeckt zwei riesengroße Kränze, mit Blumen durchflochten. Er wird noch etwas heller, und die Kränze mit den weiß und blaufarbigen Schleifen, auf welchen goldene Buchstaben erglänzen wurden jetzt deutlich sichtbar. - Sie geben der nächtlich umdämmerten Welt Zeugniß wie ein hoher, edler, deutscher König*, einen wahrhaftigen Freund, und unsterblichen Künstler ehrt. F.B. / Darmstadt d. 23.2.83.''; einige Worte im Text von alter - wohl derselben - Hand durchgestrichen oder korrigert, ebenso der Schluss 'F.B. / Darmstadt d. 23.2.83.'. --- *) König Ludwig II. nahm nicht selbst am Begräbnis teil, schickte aber seine Abgesandten General von Pappenhaim und Ministerialrath von Bürkel.
2 EIGH. BRIEFE AUS BAYREUTH VON FRITZ BRANDT (d.J.) AN SEINEN VATER CARL BRANDT, ANLÄSSLICH SEINER AUFSICHT ÜBER DIE BÜHNENARBEITEN AM FESTSPIELHAUS 1875 in Vorbereitung der 1. Bayreuter Festspiele 1876, mit Details über Richard Wagners Einfluss auf das Projekt und seinem engen Kontakt zu ihm; SIGNIERT UND DATIERT.
RICHARD WAGNER, (1813-1883; Komponist, Dramatiker, Dichter, Schriftsteller, Theaterregisseur und Dirigent) / FRITZ BRANDT d.J. (1854-1895, Bühnentechniker u.a. in Weimar, vorübergehend verlobt mit Cosima Wagners ältester Tochter Daniela von Bülow), 1875 UNTER LEITUNG SEINES VATERS CARL BRANDT (1828-1881) AUFSICHT ÜBER DEN BAU DER BÜHNENTECHNIK FÜR DAS BAYREUTHER FESTSPIELHAUS sowie 1876 mit seinem Vater und dessen Bruder FRIEDRICH BRANDT (1846-1927) Bühnentechniker während der 1. Festspiele, ALLEINIGER TECHNISCHER LEITER DER FESTSPIELE VON 1882 BIS 1884; stand der Familie Wagner sehr nahe):
Editore: ''Bayreuth d. 11.- bzw. 18.7.75.''.
Da: C O - L I B R I , Bremen - Berlin ; Deutschland / Germany ., Berlin, GermaniaC O - L I B R I , Bremen - Berlin ; Deutschland / Germany .
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9,5 Seiten (18 x 12 cm) auf insgesamt 3 gefalteten Doppelblättern. *** [FRÜHSOMMER-VERKAUF / EARLY SUMMER-SALE: um über 20% REDUZIERTER PREIS bis Montag, den 29.06.2026 / PRICE-REDUCTION of over 20% until Monday, June 29; vorheriger Preis / previously EUR 1.200,-] --- ORIGINAL-HANDSCHRIFTEN (kurze Auszüge): I) ''LIEBER PAPA. NAC…HDEM WIR MIT FEUSTEL UND WAGNER EINE LANGE UNTERREDUNG HATTEN, und letzterer mit der Zeichnung des Prosceniums . . . zufrieden war, haben sie sich dahin geeinigt, wenigstens zu den Proben einen provisorischen Abschluß zu haben. Die Skizzen von Brückner welche ich dir hiermit schicke, gefallen Herrn und Frau Wagner sehr gut. Von den beiden Wagen der Frika[!], meint er, noch etwas größer.[!] Auch will er die Widder noch größer haben, göttliche Riesenwidder. - Er läßt dich bitten die Skizzen rasch nach London zu senden. Nun läßt dich Cosima noch bitten ihr durch mich die Adresse von Eberius zu schicken. Mir geht es soweit gut, wir sind Abends recht vergnügt bei Wagner. Dein Fritz, . . .''. / II) ''LIEBER PAPA. BIS AUF DAS WENIGE WAS NOCH IN DER OBERMASCHINERIE ZU MACHEN IST, sind wir soweit fertig. Die Schreiner sind auch mit dem Anstreichen seit vorgestern fertig und richten[?] Holz ab. Gestern Mittag war ein Gewittersturm ganz fürchterlicher Art. Es hat so stark durchgeregnet daß der vordere Theil der Bühne, ohne Uebertreibung, vollständig überschwemmt war. Ich habe mich sehr geärgert. Mit herzlichst. Gruß, dein Fritz. . .''. --- SEHR GUT ERHALTEN; WEITERES BEDEUTENDES MATERIAL AUS DEM NACHLASS DES BÜHNENTECHNIKERS FRIEDRICH BRANDT UND SEINES SOHNES GEORG BRANDT (1889-1958), DER BIS IN DIE 1950er JAHRE EBF. EINE HERAUSRAGENDE KARRIERE ALS BÜHNENTECHNIKER ERLEBTE (leitend beim Wiederaufbau des Dresdner Schaupielhauses, in dem auch die Oper spielte, zuletzt an der Komischen Oper in Ost-Berlin), IM BESTAND. . .

Editore: Salzbrunn, 27. Juli 1822. 1822
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Da: Kotte Autographs GmbH, Roßhaupten, GermaniaKotte Autographs GmbH
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4 SS. 8vo. Dicht beschrieben. An Henriette Kohlrausch. Ausführlicher Brief, der außer Berichten über Heilerfolge bei seinen Verwandten Schilderungen des gesellschaftlichen Lebens in dem schlesischen Badeort Salzbrunn und dem Nachbarstädtchen Altwasser enthält: [.] Aus den 45 hrschftl. Equipagen, die hier am Brunnen sind, können…Sie schon schließen, wie zahlreich die Gesellschaft ist. Gestern haben 110 Personen an Einer Tafel im Saale gespeiset, doch waren wohl 20 bis 30 aus Altwasser darunter [.] So glänzend wie in diesem Jahre ist die hiesigen Gesellschaft noch nie gewesen. Es macht einen seltsamen Contrast, wenn man aus kleinen, elenden Bauernhütten die geputzten Damen herauskriechen und an den mit Papier geflickten Fenstern die neumodigen Hüthe prangen sieht. Troz den mancherley Unbequemlichkeiten [.] scheinen doch alle mit dem hiesigen Aufenthalte zufrieden zu seyn [.] Es sind 13 Aerzte hier, um den Brunnen für sich selbst zu gebrauchen [.] Wenn Ihr Herr Gemahl nicht auch ein Arzt wäre, so könnte ich mich nicht enthalten, einige Glossen über diese große Zahl kranker Aerzte zu machen [.] Die Butenopsche Schauspieler-Gesellschaft hat eine Scheune (an die aber noch ein Stück angebauet worden) in ein recht anständiges Theater verwandelt. Garderobe und Decorationen sind besser, als ich noch bei einer umher ziehenden Truppe gesehen habe, und die Butenopsche spielt so leidlich, daß einige ihrer Mitglieder selbst auf den Berliner Bühnen nicht misfallen würden. Nur Operetten sollte sie schon deshalb nicht geben, weil die Musiker vom Brunnen eigentlich bloß zum Tanz aufzuspielen gewohnt sind. Die jungen Damen in Altwasser sind übel daran, denn sie haben dort nur 3 Tänzer, weshalb noch kein Ball hat zu Stande gebracht werden können; hier hingegen sind ihrer an 30, und unter diesen allein zehn Officiers aus Berlin, größten Theils von den Garde-Regimentern. Es wird also täglich getanzt [.]". Die erwähnte reisende Theatertruppe, die vornehmlich in Schlesien agierte, wurde hier bereits von Karl Butenop junior geleitet, da sein Vater Carl Heinrich, der angesehene Gründer und langjährige Direktor der Truppe, im Vorjahr seiner Tochter nach Wien gefolgt war.

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E.GEDICHT (1 S. 8 to, drei Vierzeiler, gefaltet) in Tinte mit Unterschrift signiert (München, um 1921) - TANZ Die du im Gesang der Stunde, Flüchtig deine Glieder regst. (aus Nachlaß Dr.phil. FRANK THIESS (1890-1977, deutscher Schriftsteller. Von 1915 bis 1919 arbeitete er als Redakteur für Außenpolitik beim Berliner Tageblatt un…ter Theodor Wolff . Danach war er 1920/21 Dramaturg an der Volksbühne Stuttgart und ab 1921 Theaterkritiker in Hannover beim Hannoverschen Anzeiger . Danach arbeitete er ab 1923 als freier Schriftsteller in Berlin und am Steinhuder Meer . Er bezeichnete sich selbst als Vertreter der INNEREN EMIGRATION. Später Vizepräsidenten der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt . Viele Literaturpreise, u.a. 1961: Großes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich (1952) , 1968 Hessische Goethe-Plakette , 1968 Konrad-Adenauer-Preis , 1975 Andreas-Gryphius-Preis der Künstlergilde Esslingen ).