Perfeziona la tua ricerca

  • Libri (1)

  • Come descritto (1)

a

Fascia di prezzo personalizzata (EUR)

a

1889 arcueil cachan (1 risultati)

Autore: 
Perfeziona con la Ricerca avanzata
  • Condizione: Usato

    EUR 380,00

    EUR 8,00 spedizione 
    Spedito da Germania a U.S.A.

    Quantità: 1 disponibile

    Aggiungi al carrello

    18,7 x 27,2 cm. Unaufgezogener Albuminabzug von Glasnegativ. Winziger Eckabriss im unteren linken Eck, linker seitlicher Rand mit kleinem Einriss (2 cm - sauber mit Japan hinterlegt). Sehr guter Abzug. Der von Baldus zu verschiedenen Zeiten mehrfach (teils exakt vom gleichen Standpunkt aus) aufgenommene größte Platz in Paris hier in der Aufnahme aus der Album-Serie "Vues de Paris en Photographies". Die Aufnahme trägt zwar keinen Signaturstempel von Baldus, läßt sich diesem aber zweifelsfrei zuordnen (Abbildung der exakt gleichen Aufnahme u.a. auf der website des Detroit Institute of Arts u.a.). Über die ersten 25 Jahre des Lebens von Baldus in Deutschland war bisher nur wenig bekannt und erst neuere Forschungen (siehe Peter Lindlein, Das Geheimnis des Edouard Baldus. Website des Autors 2010) haben enthüllt daß er Deutschland nicht freiwillig verließ. Er war Soldat der preußischen Armee in der Rheinprovinz in Köln und kam dort mit dem Gesetz in Konflikt. Er wurde der "Anfertigung und respectiven Verbreitung falscher Kassen-Anweisungen (Geldfälschung)" bezichtigt. Steckbrieflich gesucht entzog er sich einer Verurteilung und der drohenden Todesstrafe durch Flucht, die ihn letztlich nach Frankreich führte. Dort passte er seinen Vornamen der französischen Schreibweise an und versuchte sich zunächst, aber offenbar wenig erfolgreich, als Maler. Mit nicht belegbaren Stationen eines wohl erfundenen Lebenslauf hat er offensichtlich auch seine Vergangenheit in Deutschland bewußt vertuscht. In Frankreich erlernte er 1848 die Photographie. 1849 begann er im Süden Frankreichs zu photographieren und fand bald Anerkennung. 1851 wurde er Gründungsmitglied der Société Héliographique und im gleichen Jahr zusammen mit Hippolyte Bayard und Gustave Le Gray von der Staatlichen Kommission für Denkmalspflege mit der sogenannten Mission Héliographique, die Frankreichs historische Bauten photographisch dokumentieren sollte, betraut. Bald war er einer der führenden Architekturphotographen des Landes und begleitete u.a im Auftrag Napoléons III. den Bau des neuen Louvre photographisch. 1856 wurde er französischer Staatsbürger. Zu seinen technischen Innovationen gehörten ein spezielles Wachspapier-Verfahren für Papiernegative und ein von ihm entwickeltes Heliogravure-Verfahren. Baldus veröffentlichte zahlreiche Serien und Alben seiner Aufnahmen (auch Stereo-Aufnahmen) und ist in Buchpublikationen der Zeit mit Bildern vertreten. Besonders hervorzuheben sind hier auch die von Baldus selbst publizierten Veröffentlichungen mit Reproduktionen eigener Aufnahmen in dem von ihm entwickelten Heliogravure-Verfahren. Der große Umfang seiner Aktivitäten hielt aber nicht Schritt mit dem geschäftlichen Erfolg und 1887 mußte er schließlich, kurz vor seinem Tode, Konkurs anmelden. Nachdem er lange etwas in Vergessenheit geraten war, wurde Baldus seit den 1970/80er-Jahren verstärkt wieder entdeckt und als einer der ersten modernen Photographen gewürdigt. Seine Serien bevorzugter Motive nahmen z.B. Reihenkonzepte wie etwa von August Sander oder von Bernd und Hilla Becher vorweg. Nicht zuletzt deshalb wurden Aufnahmen von ihm auch 1977 in der Photoabteilung der documenta 6 gezeigt. Sprache: de. …