Buchwald georg bearb (1 risultati)
Altre immaginiEditore: Dresden-A., Landesverein für Innere Mission [1931] -, 1931
- Brossura
- Prima edizione
Da: Franz Kühne Antiquariat und Kunsthandel, Affoltern am Albis, SvizzeraFranz Kühne Antiquariat und Kunsthandel
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Aggiungi al carrello8° (20.4 x 13.9 cm). 32 SS. Schriftsatz in 7-Punkt Fraktur, bzw. Antiqua (Erläuterungen im Text). OBrosch (olive-beige; wenig bestossen, marginal etwas gebräunt). Wohl Erste (Original-) Ausgabe dieser Bearbeitung. Heftklammern angerostet. Leichtere Alters- u. Gebrauchsspuren. Gesamthaft weitestgehend sauberes, recht gutes Exemplar. - - Datierung gem. Einführung ('Dresden, August 1931', Umschlag p. 3); vgl. DNB u. BVB/BSB - Luthers Flugschriften für unsere Zeit Heft 3 - DNB Sign. SA 6767 - 1 - BVB/BSB: 'Volksausgabe' - Die "Eigenart vieler Lutherschriften, ihre Ursprünglichkeit und Frische, ihre Zeitgemäßheit im besten Sinne, tritt in den Sammelausgaben naturgemäß zurück. Dazu kommt die Tatsache, daß eine ganze Reihe dieser Schriften in Volks- bzw. Auswahlausgaben überhaupt nicht zu finden, sondern nur in den großen Gesamtausgaben und damit nur ganz Wenigen zugänglich sind. So sind u.W. in keiner Auswahlausgabe die Schriften Luthers zur Judenfrage [sic]* aufgenommen. Wir glauben deshalb, vielen einen Dienst zu tun, wenn wir eine Reihe von solchen Flug- oder Gelegenheitsschriften Luthers bieten, und zwar in der von ihm selbst ursprünglich gewählten Form der Einzelschriften. [.] Der Text, den die Hefte bringen, schließt sich möglichst getreu an den ursprünglichen Wortlaut Luthers an. Wo es zum Verständnis nötig war, ist er in das Deutsch unserer Tage übertragen, auch durch kurze, eingeklammerte Bemerkungen erklärt worden." (Vorwort, gez. 'Wendelin', Umschlag p. 2 f.; sprachlich-grammatikalisch dürfte es sich genau genommen eher um eine Paraphrasierung von Luthers Frühneuhochdeutsch handeln). -- Georg Apollo Buchwald (Großenhain, Sachsen 1859-1947 Rochlitz SN), evangelischer Theologe, Prof. der Theologie in Leipzig, "gehört zu den bedeutendsten Lutherforschern der Generation, die die große Weimarer Lutherausgabe (1883 ff.) bearbeitet hat. Es ist Buchwald geglückt, eine Menge unbekannter wichtiger Lutherzeugnisse (Nachschriften, Briefe usw.), aber auch anderer bedeutsamer Dokumente aus der Reformationszeit aufzufinden [.]. Buchwald ist (von Heinrich Bornkamm) als der größte Lutherphilologe seiner Zeit bezeichnet worden." (NDB). - *In diesem Zusammenhang im Prinzip ein Anachronismus; ob Luther explizit eine 'Judenfrage' postulierte, scheint zumindest semantisch gesehen fraglich : "Luthers Einstellung zum Judentum war im Verlauf seines Lebens nicht stringent und veränderte sich innerhalb von zwei Jahrzehnten grundlegend. Vertrat er noch 1523 die bedingungslose Duldung von Juden inmitten einer christlichen Umwelt, so forderte er zwanzig Jahre später deren Vertreibung aus den christlichen Ländern Europas. Seine Polemik gipfelte in den judenfeindlichen Schriften, die ab 1543 erschienen. [.] Das in der Lutherausstellung der Staatsbibliothek zu Berlin gezeigte Exemplar der Schrift 'Von den Juden und ihren Lügen' [von 1543] ist Teil eines offenbar gezielt zum Thema Judentum zusammengestellten zeitgenössischen Sammelbandes, der neben Luthers antijüdischer Schrift 'Vom Schem Hamphoras' auch [Antonius] Margarithas 'Der gantz Jüdisch Glaub' enthält. [.] Die Haltung Luthers zu den Juden - die heute so unverständlich wie erschreckend wirkt - war zu Lebzeiten des Reformators nicht ungewöhnlich, seine Umgebung teilte weitgehend diese Meinung. Er war der wohl einflussreichste Autor zu diesem Thema im deutschsprachigen Raum des 16. Jahrhunderts. Die Wahl seiner Sprache, die auch eine direkte Dämonisierung einschloss, war jedoch nicht beispiellos und begegnet so extrem auch bei anderen Themen. Ähnlich scharf griff er andere Gegner an, sei es die Papstkirche, einzelne Personen oder die Türken und Schwärmer. Doch in der Auseinandersetzung mit den Juden gab es noch einen anderen Aspekt. Die Schrift 'Von den Juden und ihren Lügen' zeigt, dass das früher so unerschütterliche Vertrauen Luthers auf die alleinige Kraft des göttlichen Wortes hier versagte." (A. Wittenberg, z. Ausstellung 'Bibel - Thesen - Propaganda', in Stabi Berlin, Febr.-April 2017). - "Als Auftakt einer ganzen Serie antijudaistischer Schriften, welche auf die Dämonisierung und Vertreibung von Juden aus evangelisch-christlichen Gebieten abzielte, entfaltete Luthers Rhetorik [.] eine verhängnisvolle Wirkungsgeschichte, die bis zum Nationalsozialismus reicht. Anknüpfungspunkte fanden sich vor allem im umfassenden Maßnahmenkatalog des letzten Teils des Buches 'Von den Juden und ihren Lügen', in dem unter anderem die Verbrennung von Synagogen und Büchern, Lehrverbot und Zwangsarbeit für Juden gefordert werden. Dieser wird hier ebenso ungekürzt wiedergegeben wie die derbe, oft unflätige Sprache Luthers. Gerade deswegen fordert 'Von den Juden und ihren Lügen' eine Debatte, die nicht auf Grundlage ihrer letzten Bearbeitung von 1936 geführt werden darf." (DNB, Verlagstext z. Ausgabe von M. Morgenstern, Wiesbaden, Berlin University Press 2016). - Sprache: de.…