Decurtins k kaspar (1 risultati)

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    Editore: Berne, Imprimerie S. Collin 1889 -, 1889

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    Da: Franz Kühne Antiquariat und Kunsthandel, Affoltern am Albis, SvizzeraFranz Kühne Antiquariat und Kunsthandel

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    Gr.-8° (24.2 x 17 cm). 2 Bll., 73 SS. OBrosch. (min. bestossen, etwas stockfleckig). Seiten wenig (griff-) knittrig. Etwas Alters-, Lagerungs- u. Gebrauchsspuren, Bleistiftvermerk des Autors a. Titel. Gesamthaft weitgehend sauberes, sehr ordentliches Exemplar / (Widmungsexemplar) - - Nicht bei Barth - Vermerk: Vom Verfasser den 27/3 89 - "Monsieur le conseiller fédéral, Par lettre du 3 juillet 1888 vous avez chargé le soussigné d'exposer à votre département, dans un rapport circonstancié, sa manière de voir sur la législation ouvrière internationale; en conséquence j'ai l'honneur de remplir dans ces pages la tâche que vous avez bien voulu me confier." (p. 1; p. 73 gez. u. dat. Trons, le 12 février 1889) - Matières : 1. Réglementation du travail des enfants et des mineurs, 2. (-) du travail des femmes, 3. L'interdiction du travail du dimanche, 4. La journée normale de travail -- "Die Arbeiterschutzgesetzgebung verdankt ihre Entwicklung dem Einsatz von Philanthropen und Sozialreformern, den Forderungen der sich im Gefolge der Industrialisierung herausbildenden Arbeiterbewegung, religiösen Beweggründen (Heiligung des Sonntags) und nicht zuletzt der im letzten Drittel des 19. Jh. sich verbreitenden Einsicht, dass ein Eingreifen des Staates in die Arbeitsmarktbeziehungen ein notwendiges und erwünschtes Korrektiv zu den Risiken und möglichen Auswüchsen der individuellen Vertragsfreiheit darstelle [.]. [.] Historisch waren zwei Gruppen besonders von solchen Bestimmungen betroffen: Kinder und Jugendliche sowie Frauen [.]. [.] Die ersten Gesetze entstanden auf kantonaler Ebene, da der Bund gemäss der Verfassung von 1848 auf diesem Gebiet noch keine Kompetenz zum Legiferieren besass; erst mit der Revision von 1874 erhielt er die konstitutionelle Basis zum Erlass von Bestimmungen über den Einsatz von Kindern in den Fabriken, über die Dauer der Arbeit erwachsener Personen und über den Schutz der Arbeiter in Gewerbebetrieben, die Gesundheit und Sicherheit gefährden [.]. [.] Das nach einem Referendum vom Souverän akzeptierte eidg. Fabrikgesetz vom 23.3.1877 führte den Elfstundentag, eine Haftpflicht der Unternehmer für körperliche Schädigungen (1881 durch das sog. Haftpflichtgesetz ersetzt) und ein Verbot der Fabrikarbeit für Kinder unter 14 Jahren ein. [.] Das Obligationenrecht (1881) schuf für die ganze Schweiz einheitliche Bestimmungen über den Dienstvertrag (1911 erweitert). Das revidierte Fabrikgesetz von 1914 bzw. 1919 brachte eine weitere Senkung der Normalarbeitszeit auf 48 Stunden pro Woche." (etc.; HLS, Arbeiterschutz) -- Caspar Decurtins (Trun GR 1855-1916 ibid.), kath., von Trun. Historiker, Politiker u. Ratsherr. "Als erklärter Ultramontaner stand Decurtins dennoch in der Sozialpolitik der sozialistischen Linken näher als den Katholisch-Konservativen. [.] Als Sozialpolitiker und -wissenschaftler genoss [er] internationalen Ruf. [.] Er begründete mit [Ernst] Feigenwinter und Joseph Beck innerparteilich die katholisch-soziale Richtung und entwickelte mit Bundesrat Louis Ruchonnet und den Nationalräten Curti und Georges Favon die eidg. Sozialpolitik. Mit Favon initiierte Decurtins 1887 den ersten (und einzigen) internationalen Arbeiterschutzkongress, der 1897 in Zürich Christen und Marxisten vereinte." (HLS). - Sprache: fr.