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Da: Verlag Dr. Kovac GmbH, Hamburg, Germania
Prima edizione
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Aggiungi al carrelloSoftcover. Condizione: neu. 1. Auflage. Mit einem Vorwort von Prof. Dr. Hartmut Titze Schriften zur Kulturgeschichte, Band 5 470 pages. Das Kantorat ist seit der Reformation bis ins 18. Jahrhundert hinein fest eingebettet in das musikalische Leben der protestantischen Städte. Die institutionelle Einbindung in Kirche und Schule beginnt sich allerdings im Zuge der Aufklärung und der zunehmenden Trennung von Kirche und (hà herer) Schule zu là sen. Der Musikunterricht verliert im Vergleich zu den Natur- und Sprachwissenschaften an Bedeutung. Dieser Prozess hat tief greifende Folgen für den Kantor und sein Amt. In der Literatur wird er vielfach als "Verfall" skizziert - doch wird dieser Begriff dem historischen Wandel gerecht? Die Untersuchung zeichnet differenzierte Verlagerungen und Umstrukturierungen nach. Es zeigt sich, dass viele Kantoren auf neue Bereiche des städtischen Musiklebens ausweichen - etwa den privaten Musikunterricht, die Musikpublizistik, den Musikalienhandel oder die Komposition; sie veranstalten à ffentliche Konzerte oder leiten musikalische Vereinigungen. Bislang sind vor allem Einzelfälle berühmter Kantoren überwiegend im mitteldeutschen Raum bekannt, bestes Beispiel ist der Leipziger Thomaskantor Johann Sebastian Bach. Kaum erforscht ist dagegen das musikalische Hinterland, sind die Regionen, in denen weniger namhafte Musiker als Kantoren tätig waren. Ebenso wenig untersucht ist der Kantor speziell als Lehrer an hà heren Schulen. Damit füllt diese interdisziplinäre Studie über die niedersächsischen hà heren Schulen eine Lücke in der Forschung zur Musik- und zur Bildungsgeschichte. Die Untersuchung analysiert speziell den Ãbergang von der hierarchisch-strukturierten Gemeinschaftsform zur modernen Gesellschaft; als sozialtheoretischer Hypothesenrahmen dient die Modernisierungstheorie von van der Loo und van Reijen. Besonders erhellend ist dabei die sowohl qualitative als auch quantitative ErschlieÃung des Materials: Zahlreiche Primärquellen aus den Archiven in Hannover, Gà ttingen, Lüneburg, Braunschweig und Hildesheim werden ergänzt durch eine flächendeckende empirische Auswertung aller hà heren Schulen im Kurfürstentum und späteren Kà nigreich Hannover, basierend auf dem jährlich erschienenen "Hannoverschen Staatskalender".
Condizione: New.
Condizione: As New. Unread book in perfect condition.