Lingua: Tedesco
Editore: Schadt, Alfred Selbstverlag, 2024
Da: Schiller Verlag / Büchercafe ERASMUS, Bonn, Germania
EUR 9,00
Quantità: 2 disponibili
Aggiungi al carrelloBroschiert. Condizione: Neu. 67 S. Täglich verwenden wir mit aller Selbstverständlichkeit die Begriffe "Heimat" oder "Zuhause", in der festen Überzeugung, zu wissen, was genau damit gemeint ist. Erst beim Versuch sie zu beschreiben, erkennen wir die kaum einzugrenzende Vielfalt ihrer Bedeutung. Mit diesen Worten überlässt uns der Autor im Epilog seines jüngsten Buches "Zwischen Heimat und Zuhause" unseren eigenen Gedanken. Und diese Gedanken wird sich der geneigte Leser zweifelsohne machen können und müssen, insbesondere nach einem wunderbaren, finalen Zitat von Mascha Kaléko. Nach seinen letzten Publikationen, Verbavolant, scriptamanent(2021) und Kronstadt zwischen altvertraut und fremd (2023) legt uns Alfred Schadt erneut auf bewundernswert offene Weise seine Erfahrung mit der Auswanderung dar. Hierzu ist dem Autor großer Respekt zu zollen, denn es ist sicher nicht jedermanns Sache, in einer derart selbstreflektierenden Manier über sich und seine Lieben, aber auch teils weniger Lieben, zu berichten. Auch in diesem seiner kleinen aber durchaus gehaltvollen Büchern,- es sind ja schließlich keine Romane -, findet wohl so ziemlich jeder ausgewanderte Siebenbürger selbst erlebte Blickwinkel und Betrachtungsweisen, Begebenheiten und Erfahrungen, wenn auch selbstverständlich nicht deckungsgleich, so doch und durchaus in Nuancen den Eigenen entsprechend. Sie könnten ja gar nicht deckungsgleich sein: Sie sind von der jeweiligen Individualität geprägt, was in einem der rund vierzehn Kapiteln dieses Essays ausführlich analysiert wird. Aber auch einem Leser, der nicht gebürtiger Siebenbürger ist, bietet das vorliegende Werk eine sehr nützliche und aufklärende Darstellung der Lebensverhältnisse, in einer namhaften und wichtigen Stadt Siebenbürgens, in Kronstadt. Das alleine schon stellt einen großen Wert dar, wenn man bedenkt, dass darüber oft verhältnismäßig wenig in "Deutschland" bekannt zu sein scheint. (Als Empfehlung oder kleines Geschenk besonders geeignet.) Der Inhalt gliedert sich in zwei Abschnitte, Daheim und Schöne neue Welt,wobei eine gewisse Kontinuitätder "Erzählung" durchaus gewahrt bleibt. Man stolpert demnach nicht zwischen den einzelnen Episoden im zeitlichen Ablauf umher und kann der Chronologie der Ereignisse, selbst bei Rückblenden, unbeschwert folgen. Das erscheint vielleicht, hier in der Erwähnung, als selbstredend, ist es aber keineswegs. Eine Fülle von Informationen mitzuteilen, ohne sich in viele kleine, vielleicht unwesentliche Details zu verirren, dabei aber durchaus und nach Möglichkeit nichts von Bedeutungauszulassen, schein mir gar nicht so leicht. Da könnte jetzt der eine oder andere, der Fred Schadt kennt, anmerken, der Autor ist ja schließlich studierter und noch dazu pädagogisch erfahrener Germanist. Ja, gewiss, das beweisen allein schon die vielen Bücher, auf die er Bezug nimmt (siehe Literaturliste), aber er ist eben "mit Herz und Seele" in das Erzählte involviert und muss entsprechend "die Spreu vom Weizen trennen". Seine Ansicht und Erkenntnis, was die Individualität betrifft ist in diesem Zusammenhang in einem der Kapitel nachzulesen. Besonders anregend und geradezu "literarische Perlen" sind sinngemäße Zitate am Anfang jeden Kapitels, die im Kern das jeweilige Thema zusammenfassen. Es ist aus meiner Sicht sehr zu empfehlen, Näheres von den jeweiligen Dichtern und Schriftstellern zu erfahren. Mein Favoritist das finale Zitat von Mascha Kaléko (1907-1975), einer deutschsprachigen Dichterin, die in einer absolut einmaligen Weise tiefgreifende Gedanken in scheinbar simplen Reimen und Wortspielen mitzuteilen versteht: Fremde sind wir nun im Heimatsort. Nur das "Weh", es blieb. Das "Heim" ist fort. Aber auch die Definition vom "Gelobten Land", von Melanie Arzenheimer, ist in seiner treffsicheren, kurzen Weise "mindestens genial" (hätte einer unserer einstigen Lehrer in Kronstadt gesagt). Das es schließlich alles andere als das erwartete gelobte Land wurde, wird vom Autor - nach eigenem Bekenntnis - erst im Laufe der Jahre so richti.
Lingua: Tedesco
Editore: Selbstverlag Schadt, 2025
Da: Schiller Verlag / Büchercafe ERASMUS, Bonn, Germania
EUR 9,90
Quantità: 4 disponibili
Aggiungi al carrelloBroschiert. Condizione: Neu. 77 S. Viele wollen leben, ohne zu altern, und altern in Wirklichkeit, ohne zu leben. Alexander Mitscherlich Alfred Schadt wurde nach Rückkehr seiner Eltern aus der Russland-Deportation in Bartholomae geboren und wuchs auf der Langgasse der Stalinstadt der 50er Jahre auf. Nach dem Besuch der deutschen Abteilung des Saguna-Lyzeums folgte ein Studium deutscher und rumänischer Philologie in Hermannstadt. Als 22jähriger wanderte er Anfang der 70er Jahre mit seinen Eltern nach Deutschland aus und studierte anschließend Germanistik und Anglistik in Konstanz und Bristol. Nach mehreren Jahrzehnten als Lehrer an der Evangelischen Internatschule Schloss Gaienhofen zog er 2015 als Rentner nach Berlin und leitete bius vor Kurzem die Redaktion der Neuen Kronstädter Zeitung. ISBN 379010 Der Spezialist für Bücher aus Siebenbürgen, dem Banat und Rumänien. Wir freuen uns auf Ihren Besuch in einer unserer Buchhandlungen in Hermannstadt, Mediasch, Birthälm und Temeswar. Sprache: Deutsch.
Lingua: Tedesco
Editore: Selbstverlag Alfred Schadt, 2020
Da: Schiller Verlag / Büchercafe ERASMUS, Bonn, Germania
EUR 12,50
Quantità: 1 disponibili
Aggiungi al carrelloBroschiert. Condizione: Neu. 151 S. Das gesprochene Wort verfliegt, das Geschriebene bleibt: Alfred Schadts Erinnerungen eines Nach-Deportations-Geborenen In den letzten Jahren haben wir eine Reihe von Erinnerungen lesen können, die Landsleute zu Papier gebracht haben, im Wesentlichen aus der Generation, die von ihren Kriegs- und Deportationserlebnissen berichteten. Aus späteren Zeiten gibt es kaum welche. Nun erschien das Buch von Alfred Schadt, einem Kronstädter, Jahrgang 1950. Zwar hat er nicht die Grauen der Elterngeneration erlebt, aber ihre Auswirkungen, die Angst und Enge der Zeit. Er hat gelernt zu funktionieren, sich anzupassen, nicht anzuecken, nicht aufzufallen. Man lebte mit dem Drang nach Freiheit und Selbstentfaltung, meist auf Deutschland projiziert. In der Langgasse von Stalinstadt geboren, lebte er bis zum 22. Lebensjahr im Rumänien der Zeit, in welcher die Sachsen mehr und mehr an Entfaltungsmöglichkeiten gehindert wurden. Die Schule und das Erwachsenwerden waren für ihn die Zeit des in sich Gehens und der Sinnsuche. Früh erkannte er, dass das nicht alles sein kann, bestärkt durch seinen immer wieder zu Besuch kommenden Onkel aus Deutschland, worüber manche Episoden zu lesen sind. Der Gedanke, nach Deutschland, in das gelobte Land auszureisen, verfestigte sich. Die Eltern waren nicht begeistert, haben den Schritt dann aber doch gewagt. Damit begann der zweite Lebensabschnitt, mit Höhen und Tiefen, die er im Buch schildert. Mit der deutschen Realität konfrontiert, stellte er fest, wie wenig sein Bild der Wirklichkeit entsprach, in Rumänien Deutscher, in Deutschland anscheinend Rumäne. Trotz relativ schneller Integration blieb die Spannung zwischen dem Hier und dem Dort. Sein Freiheitsdrang fand seine Erfüllung in vielen Reisen in die ganze Welt, sein Heimweh in der verstärkten Zuwendung zu Siebenbürgen. Die Zeit in Deutschland verlief nicht nur geradlinig. Die berufliche Ausbildung hatte zwar an der Uni in Hermannstadt begonnen, aber in Deutschland und England folgten Jahre der Ergänzung. Hierfür war es nötig, sich erst das tägliche Brot zu verdienen. Ab dem Zeitpunkt als Gymnasiallehrer an einer Schule im süddeutschen Raum erfahren wir Abläufe in schulischen Gepflogenheiten, begleitet von Belangen des privaten Lebens. Darüber, aber auch aus anderen Bereichen, gibt uns Alfred Schadt einige Beispiele, die manch einem Leser als ähnlich erscheinen dürften, wie es auch ihm erging. Überhaupt kann der Großteil der Schilderungen als Spiegelbild angesehen werden. In fast allen Bereichen, die der Autor schildert, kann manch einer seinen eigenen Werdegang wiederfinden. Ob es nun Zustände im Vergleich der Systeme Südost versus West sind oder die menschlichen Kontakte betreffend, bis hin zur Freizeitgestaltung, alles veranschaulicht uns der Autor aus seiner Perspektive. Ein wesentlicher Teil des Buches behandelt das Thema Familie und Verwandtschaft, was ebenfalls große Ähnlichkeiten zu Selbsterlebtem darstellt. Daraus können unsere Nachfahren ihnen weniger bekannte Lebensweisen ihrer Vorfahren nachlesen, was ja ein Grund dieser Erinnerungen ist. Als Fazit sagt Alfred Schadt: Mein Lebensweg ist kein besonderer, es ist ein Weg, den viele meiner Generation so oder so ähnlich gegangen sind. Wir alle aber sind Kinder unserer Zeit und als solche ist es unsere Aufgabe, unsere Erlebnisse, Erfahrungen und Erinnerungen für die kommenden Generationen aufzubewahren. Die persönlichen Erinnerungen fügen sich dann zu einem kollektiven Gedächtnis: Verba volant, scripta manent. So gesehen kann das Buch mit seinen 150 Seiten wärmstens empfohlen werden. Ortwin Götz ISBN 377321 Der Spezialist für Bücher aus Siebenbürgen, dem Banat und Rumänien. Wir freuen uns auf Ihren Besuch in einer unserer Buchhandlungen in Hermannstadt, Mediasch, Birthälm und Temeswar. Sprache: Deutsch.