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Brief Spandau - Berlin 1783, Bericht über Brand der Brauerei des Hofrats Fredersdorf
Editore: Spandau 1783, 1783
- Manoscritto/carta da collezione
Da: Antiquariat Thomas Mertens, Berlin, GermaniaAntiquariat Thomas Mertens
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Aggiungi al carrelloKein Einband. Condizione: Befriedigend. Brief Spandau - Berlin 1783, Bericht über Brand der Brauerei des Hofrats Fredersdorf Interessanter Brief von 1783 aus Spandau, mit einem Bericht über einen Brand der Bierbrauerei des Hofrats Fredersdorf (Fredersdorff). Ein Herr Bach schreibt an seinen Freund Bielitz am 13. Juli 1783. Auszüge: "Die Nacht vom 12. dieses ist gewiß eine der Schrecklichsten, so die Stadt Spandau in diesem Jahre erlebt hat. Ohngefehr gegen 1 Uhr wurde ich durch Feuerlärm geweckt. Ich stand auf und eilete nach dem Ort der Gefahr, und fand die Hintergebäude der Brauerei des Hofraths Fredersdorff in voller Flamme. [] Die Häuser standen so eng waren so klein und ganz von Holz dabei die Straße so schmal, daß gewiß die Gefahr nicht größer sein konnte." --- Der Verfasser regt sich über die umstehenden Leute auf, die keine Anstalten machten, beim Löschen zu helfen; so etwas war er aus Berlin nicht gewohnt. "Viel Faullenzer wiedersetzen sich beinahe täthlich und Sie können sich leicht die Mittel gedencken, so ich gebrauchte ihnen bessere Gedanken beizubringen." Er zwingt aber die Leute nicht zum helfen und lässt dafür seine eigenen Leute holen. "Die Flamme hatte unterdessen das große Eckhauß des Hoffraths ergriffen []. Vier Spritzen waren in unaufhörlicher Bewegung []. Das Hauß des Hofraths Fredersdorf ist zwar nicht bis auf den Grund abgebrannt, doch aber gänzlich ruinirt und so auch das Nebenstehende. [] Er selbst der Hofrath traf sehr wenig Rettungsmittel wegen seines Hausgeräths und schien sich ganz dem Schicksal überlassen zu wollen. [] Bei Anbruch des Tages sahe ganz Spandau einem Jahrmarkt nicht ungleich, in dem fast jeder alle seine Hausgeräth vor der Thür aufgethürmt hatte, selbst an Stellen wo gar keine Gefahr zu befürchten war; dieses hat denn auch gemacht daß nicht wenig Sachen sind gestohlen worden." Er erwähnt einen Juden, dem Sachen im Wert von 500 Talern gestohlen wurden. "Schließlich kann ich Ihnen nochmahls versichern, daß ich mich sehr über den Unterschied der hiesigen und der Berliner Anstalten gewundert habe." Spandau 1783 Deutsche Handschrift auf Papier, datiert Spandau, den 13. Juli 1783. --- Umfang: vier beschriebene Seiten (20 x 16,3 cm); ohne Adressierung. --- Zustand: Papier stärker fleckig, mit leichten Randschäden. J.L. Dilschmann berichtet in seiner 1785 erschienenen "Diplomatischen Geschichte und Beschreibung der Stadt und Festung Spandow": "Seit einigen Jahren werden in den Hofrat Fredersdorf'schen und Häselerschen Brauhäusern Biere gebraut, die nicht nur nach Berlin, Potsdam, Charlottenburg, sondern auch nach entlegeneren Städten verfahren werden, als Stendal, Breslau, Hamburg, nach welchen beiden letzteren öfters ganze Schiffsladungen davon abgehen." --- Auch Willibald Alexis erwähnt dieses Bier (in seinem Werk "Ruhe ist die erste Bürgerpflicht"): Trinken Exzellenz jetzt Bier?' fiel Lupinus rasch ein. Wahrscheinlich von dem, was mein Freund, der Hofrat Fredersdorf, in Spandow braut. Ein treffliches Bier, aber sollte es ganz nach Exzellenz Geschmack sein?'".…