1876 warschau (1 risultati)

Liegender Frauenakt.
Muter, Mela - eigentl. Maria Melania Mutermilch, geb. Klingsland - 1876 Warschau - Paris 1967
- Arte / Stampa / Poster
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Aggiungi al carrelloCondizione: guter Zustand. Bleistift, auf bräunlichem Velin mit Fragment eines Wasserzeichens, zweifach mit Bleistift signiert Muter". Blattgröße 32,9:19,9 cm. Verso: Figürliche Skizzen. Bleistift. - Vorzeichnung für das Gemälde Cubist nude (c.1919)", das in folgenden Ausstellungen präsentiert wurde: Mela Muter 1876-1967. Retrospektiv-Ausstellung, Galerie Gmurzynska, Köln 1967; Pionnieres. Artistes dans le Paris des années folles, Paris, Musée du Luxembourg, 2022. - Die akzentuierte, eckig-kubistische Ausführung lässt eine Entstehungszeit um 1919 vermuten, da die Künstlerin sich in dieser Zeit mit den Arbeiten von Albert Gleizes (1881-1953) und Gino Severini (1883-1966) auseinandersetzte, die sie persönlich kennengelernt hatte. Als Tochter eines literarisch interessierten vermögenden Warschauers wird Mela Muter zuerst privater Zeichenunterricht erteilt. Dann besucht sie ab 1899 in ihrer Geburtsstadt die private Frauenmalschule unter der Leitung von Milosz Kotarbi?ski (1854-1944). Im selben Jahr heiratet sie den Kritiker, Schriftsteller und Aktivisten Michael Mutermilch, mit dem sie 1900 nach Paris zieht. 1901 setzt sie in der Kunstmetropole an der Seine ihre Studien an der Académie Colarossi bei Etienne Tournés (1857-1931), Raphaël Collin (1850-1916) und René François Xavier Prinet (1861-1946) fort. Wiederholte Aufenthalte in Concarneau schließen sich an und sie kommt mit der Kunst der Schule von Pont-Aven in Berührung. Sie wird eine gefragte Porträtistin, zudem erschafft sie Stilleben und Landschaften, aber auch Bilder, die das Elend der armen Bevölkerung, vor allem alte Leute und Bettler thematisieren. Schon seit 1902 beteiligt sie sich an Ausstellungen der Societé Nationale des Beaux Arts, des Salon des Indépendants", Salon d'Automne" und Salon des Tuileries". Vor dem 1. Weltkrieg reist sie mehrfach nach Spanien. Durch die Beziehung zu dem Sozialaktivisten Raymond Lefebvre seit 1917 scheitert ihre Ehe. Nach dem mysteriösen Tod ihres Geliebten in der Sowjetunion sowie der Tuberkulosekrankheit ihres Sohnes u.a. tragischen Ereignissen konvertiert sie 1923 zum Katholizismus. Nach dem Ersten Weltkrieg hat sie in Paris mehrere Einzelausstellungen, 1921 wird sie sogar eingeladen, Mitglied der Jury des Salon d'Automne" zu werden. Nach dem Tod ihres Sohnes 1924 und Rainer Maria-Rilkes (1875-1926), mit dem sie eng befreundet ist, fällt sie in tiefe Depression. Zu Beginn der 1930er Jahre zwingt sie die zunehmend schwierige finanzielle Lage Malunterricht zu geben. 1937 wird ihr die Goldmedaille der Weltausstellung verliehen. Nach dem Einmarsch der Nationalsozialisten in Paris flieht sie wegen ihrer jüdischen Herkunft 1940 in das unbesetzte Avignon. Nach ihrer Rückkehr nach Paris 1946 kann sie an ihren vorherigen Erfolg anknüpfen und hat zahlreiche Ausstellungen, auch in Köln und New York.…