Da: Galerie Joseph Fach GmbH, Oberursel im Taunus, Germania
Arte / Stampa / Poster
EUR 240,00
Quantità: 1 disponibili
Aggiungi al carrelloCondizione: guter Zustand. Kaltnadelradierung, 1920, auf chamoisfarbenem Kupferdruckpapier, mit Bleistift signiert. 34,3:24,5 cm. Nr. 19 der Auflage. - Aus: XIV. Jahresgabe der Freunde Graphischer Kunst, 1926. Literatur: Söhn HDO V, 51014-2. Erich Erler lernte zuerst den Beruf eines Buchdruckers und wurde Redakteur in Schweidnitz. In diesem Zusammenhang fertigte er zeichnerische Dokumentationen und es entstanden die Zyklen Totentanz" und Die Nibelungen". Wegen einer Tuberkulose begab er sich für längere Zeit nach Samadan im Engadin und begann hier mit Tempera zu malen. Er machte die Bekanntschaft des Arztes und Kunstsammlers Dr. Oskar Bernhard und die des Malers Giovanni Segantini. In Breslau wurde er von der kunstbegeisterten Familie Neisser aufgenommen, wie sein Bruder der Maler Fritz Erler. Hier verkehrten auch Gerhart Hauptmann, Richard Strauss und andere Künstler, außerdem viele Politiker. Seit 1900 lebte er in München, wo er ein Atelier in der Türkenstrasse bezog und wurde Mitglied der Künstlergruppe Die Scholle", mit der er bereits 1901 im Glaspalast ausstellte. Durchseine Bergbilder wurde er auch über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt. Er erhielt fünf Berufungen an Kunstschulen, die er aber sämtlich abnlehnte. Trotz seines Lunge leidens meldete er sich als Freiwilliger zum 1. Weltkrieg, dessen Schrecknisse ihn tief erschütterten. Es entstandenunter diesem Eindruck die Radierzyklen Krieg" und Von der Front". Er zog sich nach Icking im Isartal zurück, wo er zeitweise als Landarbeiter tätig war, um das bäuerliche Leben kennenzulernen. Erler zählte während des Dritten Reichs" zu den wichtigsten Malern des NS-Staates. Seine Werke wurden am Ende des 2. Weltkrieges von den Besatzungsmächten als nationalsozialistische Erzeugnisse beschlagnahmt und nicht mehr zurückgegeben.